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Achtung, Zecken! So schützen Sie sich

06. Mai 2021

Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr wächst auch das Risiko, von einer Zecke gebissen zu werden. Bereits ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius werden die kleinen Tierchen aktiv und können Krankheiten, vor allem durch Borrelien und Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren (FSME), übertragen. Damit Sie erst gar nicht unter den Folgen eines Zeckenbisses leiden müssen, lohnt es sich, bereits im Frühling in der Natur einige Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Perfekt für einen Ausflug in der Natur vorbereitet

Wer jetzt im Frühjahr draußen in der Natur unterwegs ist, kann einiges tun, damit er erst gar nicht von einer Zecke gebissen wird. Auch wenn die Temperaturen bereits frühlingshaft warm sind, sollten Sie Ihre Haut möglichst vollständig bedecken. Im besten Fall werden die Hosenbeine sogar in die Socken oder die Schuhe gesteckt. Eine Alternative ist es, hohe Schuhe beziehungsweise Stiefel zu tragen. Verzichten Sie zudem darauf, barfuß zu laufen. Wer auf glatte Stoffe bei der Kleidungswahl setzt, handelt ebenfalls präventiv, da sich die Zecken daran schwerer festhalten können. Helle Kleidung hält die Zecken zwar nicht fern, Sie können sie darauf aber deutlich besser ausmachen und direkt entfernen.

Auf die unbedeckten Körperstellen an den Händen und im Gesicht tragen Sie ein Insektenschutzmittel auf, das auch gegen Zecken wirkt. Hier ist es jedoch wichtig, den Zeckenschutz je nach Angaben auf dem Produkt regelmäßig zu erneuern. Neben den chemischen Mitteln können auch Hausmittel wie Kokos- oder Schwarzkümmelöl effektiv sein, ihre Wirksamkeit ist jedoch (noch) nicht vollständig wissenschaftlich nachgewiesen.

Praktische Tipps, um sich vor Zecken zu schützen

Zecken treten bevorzugt in der Natur auf. Während das Risiko auf einer belebten Straße in der Stadt von einem der Winzlinge gebissen zu werden, verschwindend gering ist, stellt es sich im Wald, auf Wiesen und Weiden ungleich höher dar. Besonders wohl fühlen sich Zecken im Laubstreu, im Unterholz und im hohen Gras. Es ist daher ratsam, immer auf den befestigten Wegen zu bleiben und sich nicht „durch die Büsche“ zu schlagen.

So erkennen Sie Zecken rechtzeitig

Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollten Sie bereits im Frühling und selbst bei ausreichendem Schutz Ihren Körper nach dem Ausflug auf Zecken absuchen. Denn selbst wenn sich der kleine Blutsauger bereits festgebissen hat, muss es noch nicht zu spät sein. So können Borrelien, die die bakterielle Infektionskrankheit Borreliose verursachen, beispielsweise erst nach einem längeren Saugen der Zecken übertragen werden. Bei der Kontrolle ist ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche an den Kniekehlen, den Achselhöhlen, dem Genitalbereich sowie der dünnen Haut hinter den Ohren zu legen.

Zecken möglichst schnell entfernen

Für den Fall, dass Sie trotz aller Schutzmaßnahmen doch mal eine Zecke entdecken, gilt es, schnell zu handeln und die Zecke zu entfernen. Verwenden Sie dafür eine spezielle Zeckenzange oder eine Pinzette. Wichtig ist, dass die Zecke vollständig entfernt wird. Im Zweifel suchen Sie lieber einen Arzt auf. Die Einstichstelle sollte dann über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Wer grippeähnliche Symptome entwickelt oder eine ringförmige Hautrötung an der Einstichstelle feststellt, sollte dies unbedingt ärztlich abklären lassen.

Zeckenimpfung – lohnt sich das?

Wer sich häufig im Grünen aufhält, für den kann eine Zeckenimpfung unter Umständen empfehlenswert sein. Für einen vollständigen Schutz wird diese Impfung dreimal verabreicht, allerdings besteht lediglich Schutz gegen FSME. Das Borreliose-Risiko können Sie mit der Impfung nicht reduzieren.

Mehr Gesundheitsinformationen finden Sie auf www.gesundinformiert.de.

 

 

Referenzen

Hilss, Corinna (2019). So schützen Sie sich vor Zecken. Link.
Stiftung Gesundheitswissen (2020). Zeckenbisse: Wie man sich schützen kann. Link.
Pfizer (o. J.). Der richtige Zeckenschutz – was hilft gegen Zecken? Link.