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Die beste Hilfe bei Bronchitis und COPD

17. September 2021

COPD ist die englische Sammelbezeichnung für Atemwegserkrankungen. Hierbei sind die Atemwege dauerhaft verengt oder entzündet, was zu Problemen beim Ein- und Ausatmen führt. Die Auswirkungen sind Reizhusten mit Auswurf und Atemnot bei körperlicher Belastung.

Bei fortschreitender Krankheit kann die Atemnot auch bei Nichtbelastung auftreten. Die häufigsten Erkrankungen, die im Zusammenhang mit chronic obstructive pulmonary disease (COPD) genannt werden, sind die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem. Bei der chronischen Bronchitis ist die Selbstreinigungsfähigkeit der Lunge dauerhaft gestört, was zu einem ständigen Hustenreiz führt. Die Lunge ist außerdem anfälliger für Infektionen, da Viren und Bakterien nicht mehr wie bei gesunden Menschen aus der Lunge abtransportiert werden können. Bei dem Lungenemphysem ist das Lungengewebe entzündet und die verbrauchte Luft kann nur mit Schwierigkeiten ausgeatmet werden. Als Folge gelangt wenig frische Luft in die Lunge und somit auch nicht mehr ausreichend ins Blut. Der Luftaustausch ist dauerhaft gestört.

Wie entsteht COPD?

Bei den meisten Patienten ist die Krankheit auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Rauchen steht hierbei als Verursacher an erster Stelle. Umweltverschmutzungen wie beispielsweise eine hohe Staubkonzentration in der Luft können auch eine chronische Bronchitis begünstigen. Einige Menschen leiden auch an COPD in Folge einer durch Viren ausgelösten Lungenentzündung.

Wie wird COPD behandelt und therapiert?

Vorab ist zu betonen, dass die Krankheit nicht heilbar ist. Der beste Tipp, den Betroffene befolgen können, ist unverzüglich mit dem Rauchen aufzuhören. Das Rauchen lediglich zu reduzieren, ist keine Lösung, sondern nur der völlige Verzicht. Diese Umstellung kann für einige Menschen sehr belastend sein, deshalb ist eine medikamentöse oder psychosoziale Unterstützung empfehlenswert.

Zur Behandlung von COPD gibt es Medikamente, die das Voranschreiten der Krankheit verzögern und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Mittel, die den Schleim im Hals lösen und das Abhusten erleichtern, werden oft inhaliert, da so der Wirkstoff gut in die erkrankten Lungenabschnitte gelangt. Bei akuten Anfällen von Atemnot schafft ein Kortison-Spray Abhilfe. Dieses verhindert auch Entzündungen der Atemwege und wird vor allem Patienten verschrieben, die zusätzlich an Asthma leiden. Bronchodilatatoren sind Medikamente, die die Bronchien erweitern und so das Atmen erleichtern. Bei Atemnot, Entzündungen und geschwollenen Schleimhäuten lindern diese die Beschwerden. Viele Betroffene der Krankheit müssen dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen.

Eine COPD-Schulung ist außerdem sehr empfehlenswert, denn hier erfahren Patienten alles über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten. Das richtige Atmen, Inhalationstechniken und das Verhalten bei Atemnot-Anfällen werden erklärt und gemeinsam geübt. Lungensport, spezielle Rehabilitationsprogramme und eine angepasste körperliche Aktivität können die Atmung stärken und akute Beschwerden lindern. Der Austausch mit anderen Betroffenen hilft, die Erkrankung zu verarbeiten und zu akzeptieren. Diese Schulungen werden von vielen Krankenkassen angeboten.

Je mehr Fachwissen der Betroffene hat, desto leichter fällt es, mit der Krankheit umzugehen. Zu verstehen, woher die Beschwerden kommen, hilft diese einzuordnen und dementsprechend zu handeln. Sicherheit im Umgang mit einer chronischen Bronchitis und unverzüglicher Rauchstopp sind hierbei also die besten Tipps.
 

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