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Für wen die Grippeimpfung wichtig ist

02. November 2021

Influenza ist eine ernstzunehmende Infektionskrankheit. Vor allem bei bestimmten Risikogruppen, wie chronisch Erkrankten, Schwangeren oder älteren Menschen kann eine Grippeerkrankung zu schweren, teilweise lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Die am häufigsten auftretende Komplikation ist eine Lungenentzündung. Seltener kommt es zu Gehirn- oder Herzmuskelentzündungen.

Ansteckung mit der Grippe

Die Ansteckung erfolgt meist über eine Tröpfcheninfektion. Kleinste Tropfen gelangen beim Husten oder Niesen in die Luft und werden von anderen Menschen eingeatmet. Die Tröpfchen legen sich auch auf umliegende Flächen und können durch eine Schmierinfektion verbreitet werden. Durch unbewusstes Berühren des Mundes, der Nase oder der Augen werden die Grippeviren auf den Menschen übertragen. 

Informationen zur Grippeimpfung

Um sich selbst oder das eigene Umfeld vor einer Ansteckung mit Influenza und einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen, empfehlen Experten eine Grippeschutzimpfung. Während die Erkältungssaison bereits im Herbst beginnt, startet die Grippesaison meist im Januar. Die Grippeviren breiten sich bei kalten Temperaturen besonders gut aus. 

Mögliche Gründe hierfür sind, dass die Menschen sich im Herbst und Winter verstärkt in Räumen aufhalten und so physisch engeren Kontakt zueinander haben. Außerdem wird die Schleimhaut durch die trockene Heizungsluft anfälliger für Infektionen und das Immunsystem ist im Herbst und Winter meist etwas schwächer.

Bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, vergehen ungefähr zwei Wochen. Eine Grippeschutzimpfung wird deshalb im Oktober oder November empfohlen, um dann während der Grippesaison geschützt zu sein. Wenn man geimpft ist und trotzdem an der Grippe erkrankt, verläuft die Infektion bedeutend milder.

Grippeschutzimpfung: Für wen wird sie empfohlen?

Da die Influenza besonders bei Risikogruppen einen schweren Verlauf nehmen kann, rät die Ständige Impfkommission (STIKO) zur Grippeimpfung. Zu diesen Risikogruppen zählen Menschen ab 60 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, Menschen mit Diabetes, Asthma, Herz- und Kreislaufleiden, Leber- und Nierenerkrankungen oder neurologischen Krankheiten. 

Aber auch Personen, die aufgrund ihrer Arbeit einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind (z.B. medizinisches Personal) oder Personen, die in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten, wird zur Grippeschutzimpfung geraten. Außerdem wird Menschen, die mit einer Person aus einer der Risikogruppen zusammenleben oder sich um sie kümmern, ebenfalls die Impfung empfohlen. 

Influenzaviren verändern sich

Viren sind enorm wandlungsfähig und verändern ihre Oberfläche ständig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft jedes Jahr, welcher Wirkstoff der Impfung in der nächsten Saison wirksam ist und gibt Empfehlungen aus. Somit ist eine jährliche Grippeschutzimpfung essenziell, um weiterhin vor den Influenza Viren geschützt zu sein. Außerdem lässt der Impfschutz nach sechs bis zwölf Monaten nach, weshalb eine Auffrischung notwendig ist. Wer sich also regelmäßig impfen lässt, ist vor schweren Krankheitsverläufen der Grippe geschützt. 


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