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Herbstliche Allergiegefahr: Ambrosia

21. September 2021

Die beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch beifußblättriges Traubenkraut genannt, kommt ursprünglich aus Nordamerika, breitet sich aber auch in Europa immer mehr aus. Vor allem durch importiertes Saatgut und Vogelfutter gelangen die Samen auf die Felder und Wiesen Deutschlands und dem Rest Europas.

Die Ambrosia vermehrt sich durch Samenbildung, und da die Pollen tausende Kilometer weit fliegen können, wird die Ausbreitung zusätzlich beschleunigt. Jede Blüte produziert eine extrem hohe Zahl an Pollen, nämlich bis zu einer Milliarden pro Pflanze. Das allergene Potential ist um ein Vielfaches höher als bei Gräserpollen, denn es reichen bereits sehr wenige Pollen in der Luft aus, um eine allergische Reaktion hervorzurufen. Durch die relativ späte Blüte im August und September reicht die Hauptpollenzeit bis in den Herbst hinein.

Symptome einer Allergie

Ambrosia-Pollen können schwere Allergien und Asthma auslösen. Das Asthma tritt anfangs nur während der Ambrosia-Pollensaison im Herbst auf, kann aber auch zu einer ganzjährigen Erkrankung führen. Eine Ambrosia-Allergie äußert sich mit ähnlichen Symptomen wie ein Heuschnupfen. Die Augen jucken, die Nase ist verstopft oder läuft ständig und man muss Niesen. Ein Juckreiz im Mund ist ebenfalls ein typisches Anzeichen einer Allergie. Manchmal ist auch trockener Husten möglich, vor allem bei körperlicher Anstrengung.

Ein Engegefühl in der Brust kann das Atmen erschweren. Bei direktem Kontakt mit Teilen der Pflanze kann es zu akuten Ekzemen an Händen, Unterarmen und Gesicht kommen. Bisher ist in Deutschland nur eine kleine Minderheit von einer Ambrosia-Allergie betroffen, allerdings kann sich das durch die rasche Ausbreitung der Pflanze auch schnell ändern.

Hilfe bei einer Allergie

Eine Allergie im Vorfeld zu vermeiden, ist kaum möglich. Allergiker sollten in Absprache mit dem Arzt auf antiallergische Medikamente zurückgreifen, die die Symptome lindern. Vor allem bei allergischem Asthma ist eine Immuntherapie zu empfehlen. Hierbei ist eine Injektions- oder eine Tropfenbehandlung möglich. Mit der Therapie sollte möglichst früh nach dem Erkennen der Allergie begonnen werden, da so das beste Ergebnis erzielt werden kann. Das Anbringen von Pollengittern an den Fenstern oder ein Pollenfilter im Auto können ebenfalls Abhilfe schaffen.

Erkennen einer Ambrosia-Pflanze

Die beifußblättrige Ambrosie wird aufgrund des ähnlichen Aussehens oft mit anderen Pflanzen wie dem Gemeinen Beifuß verwechselt. Die Blätter der Ambrosia-Pflanze sind allerdings beidseitig grün, während der Gemeine Beifuß unterseits silbrig-graue Blätter hat. Die stark behaarten Stängel der beifußblättrigen Ambrosie sind anfangs grün und verfärben sich im Laufe der Zeit rötlich.

Die Ambrosia kann bei nährstoffreichem Boden und ausreichend Wasser sogar bis zu 1,5 Meter hoch werden. Allgemein braucht die Pflanze viel Sonnenlicht zum Wachsen und stirbt bei Frost ab.

Die Ausbreitung der Ambrosia soll gestoppt werden, deshalb muss jedes Exemplar erkannt und beseitigt werden. Wenn man die Pflanze im Garten oder an öffentlichen Plätzen entdeckt, ist dies dem Grünflächen- und Pflanzenschutzamt zu melden. So kann die Ambrosia eindeutig identifiziert und sachgemäß beseitigt werden.
 

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