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Pickel am Rücken - Rückenakne mit diesen Tipps loswerden

12. Juli 2021

Sie sind nervig, unschön und wenn es ganz böse läuft, auch noch schmerzhaft: Rückenpickel. Mit Hautunreinheiten hatte jeder schon einmal zu kämpfen. Oftmals finden sich die lästigen Pickelchen im Gesicht wieder, doch viele haben vor allem im Sommer mit einer weiteren fiesen Art der Hautunreinheiten ein Problem, nämlich eitrige Pustel auf dem Rücken. 

 

So entstehen Pickel am Rücken

Ähnlich wie im Gesicht befinden sich auch auf dem Rücken mehr Talgdrüsen pro Quadratzentimeter als auf dem Rest des Körpers. Bei der Entstehung von Pickeln am Rücken bilden sich zunächst kleine rote Knoten in der Haut. Dort entstehen Mitesser, weil sich der Ausgang der Talgdrüse verhornt, der Talg sich staut und nicht mehr aus der Drüse nach außen gelangt. Der zunächst kleine weiße und harmlose Punkt färbt sich schwarz sobald die Hornschicht aufreißt. Kommen dann noch Bakterien hinzu, entzündet sich die aufgerissene Talgdrüse und es entsteht ein Pickel.
 

Ursachen für Rückenpickel

Die Entstehung der Pickel - egal wo - sind körperlich immer die gleichen: Die Talgdrüsen sind aktiver als sie sein sollten und überschüssiger Talg verstopft unsere Poren. Doch diese Verstopfung kann unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigsten Auslöser haben wir zusammengefasst: 

  • Hormonelle Ursachen: In der Pubertät, Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder während der Menstruation können Hormone die Ursache für Rückenakne sein. Doch das heißt nicht, dass nur Frauen von der hormonellen Rückenakne betroffen sind. Akne entsteht vermehrt durch Androgene, also männliche Geschlechtshormone, wie beispielsweise Testosteron. Zwar produzieren auch Frauen das Testosteron, allerdings sind vermehrt Männer von hormoneller Rückenakne betroffen.
  • Kleidung: Zu enge Kleidung reizt die Poren. Auch getrockneter Schweiß auf ungewaschenen Kleidungsstücken oder synthetische Stoffe wie Polyester, die wenig luftdurchlässig sind, können zu verstopften Poren führen.
  • Allergien: Allergien kann ein Mensch gegen so gut wie alles entwickeln. Diese äußern sich unterschiedlich und können auch Pickel hervorrufen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand Kosmetika, Chlor, unterschiedliche Hautkontakte, Medikamente oder Doping nicht verträgt. Diese Form der Rückenakne lässt sich besonders gut bekämpfen. Nämlich in dem man schlicht und einfach auf die Produkte oder Aktivitäten verzichtet.
  • Medikamente und Kosmetik: Bei Medikamenten oder Kosmetika muss es sich jedoch nicht unbedingt um eine Allergie handeln. Viele davon beinhalten Inhaltsstoffe oder Fette, die unsere Talgproduktion ankurbeln oder Poren aktiv verstopfen. Beispiele hierfür sind: Antibiotika, Halogene, Psychopharmaka, Kortison, Anabolika aber auch ein Überschuss der Vitamine B2, B6 und B12.
  • Hitze und Schweiß: Insbesondere wenn unser Körper schwitzt, können tote Zellen, Schmutz oder Bakterien in unsere Poren gelangen, was zu Pickeln am Rücken führt. Ein besonderer Faktor ist hier der Sport, bei dem der Körper aktiv zum Schwitzen gebracht wird. Entgegenwirken kann man den Schweißpickeln vom Sport durch luftige Sportkleidung aus Baumwolle und einer Dusche direkt nach der Aktivität. 
     

5 Tipps gegen Rückenakne

Rückenakne kann vorgebeugt werden. Und das mit einfachen Tipps, ohne, dass man sich teure Produkte anschaffen muss:

  1. Baden und Duschen
    Schweiß, tote Haut, Bakterien und Schmutz am Rücken kann beim Baden und Duschen mit der richtigen Pflege beseitigt werden. Dabei gelangt beim Duschen immer neues Wasser auf die Haut und die Duschbrause ähnelt einer Bürste, welche die äußerlichen Pickelerreger abspült. Auch ein Peeling am Rücken kann helfen überschüssige abgestorbene Haut zu entfernen und damit die Akne loszuwerden.
  2. Sauna
    Die verstopften Poren müssen geöffnet und gereinigt werden. Deshalb kann regelmäßiges Saunieren helfen, Akne am Rücken vorzubeugen. Allerdings muss nach dem Saunieren direkt geduscht werden, um die gerade befreiten Poren nicht direkt wieder mit Schweiß zu verstopfen. 
  3. Rückenbürsten
    Da man schlecht mit den Händen den kompletten Rücken beim Duschen oder Baden säubern kann, hilft eine Rückenbürste. Damit kommt man gut an alle Stellen ran und kann so Pickel am Rücken vorbeugen. Jedoch sollte man hier auf eine behutsame Art den Rücken bürsten und keine allzu harte Bürste nutzen.
  4. Die richtige Ernährung
    DermatologInnen sind sich in puncto Ernährung im Zusammenhang mit Pickeln zwar uneinig, trotzdem behaupten einige unter ihnen, dass viel Zucker, verarbeitete Lebensmittel und fetthaltiges Essen ein weiterer Auslöser für Pickel am Rücken sein können. Die Lösung, die Pickel loszuwerden, ist hier ganz einfach: Setzen Sie am besten auf eine ausgewogene Ernährung mit frischen und zuckerarmen Lebensmitteln, um Akne loswerden zu können.
  5. Ärztliche Hilfe
    Neben den unterschiedlichsten Ursachen für Rückenpickel ist Akne eine mit Pickeln verbundene Hauterkrankung, bei welcher bei mittlerem bis schlimmem Ausmaß auch mit einer medizinischen Behandlung entgegengewirkt werden kann. Dabei greifen Ärzte oft zu Fruchtsäuretherapien oder Vitamin A Präparate zurück.