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Sonnenempfindliche Haut durch Medikamente

06. August 2021

Einige Medikamente können die Haut empfindlicher für die UV-Strahlung der Sonne machen und so lichtbedingte Hautreaktionen hervorrufen. Diese Hautreaktionen können innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Anwendung von Arzneimitteln auftreten. In manchen Fällen sogar erst nach einigen Tagen. Häufig sehen Verbraucher daher keinen Zusammenhang zwischen der Hautreaktionen und dem eingenommenen oder aufgetragenen Medikament.

Den Zusammenhang zwischen Hautreaktion und Medikament erkennen

Lichtbedingte Hautreaktionen hervorgerufen durch Medikamente zeichnen sich unterschiedlich ab. Rötungen und Entzündungen können auftreten, die Haut kann brennen oder anschwellen. Es können sich Blasen, Pickel oder Pusteln bilden. Nach einigen Tagen können die Blasen aufplatzen und nässen. Auch Juckreiz, fleckige Hautmale oder Hautschuppung sind nicht selten. Nicht immer lassen sich diese Hautreaktionen auf Anhieb von einem normalen Sonnenbrand unterscheiden.

Diese Medikamente machen die Haut besonders empfindlich gegen Sonnenstrahlen

Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut kann durch die Einnahme sowie durch die äußerliche Anwendung von Arzneimitteln verursacht werden. Besonders häufig tritt diese Reaktion im Zusammenhang mit diversen Antibiotika, Johanniskraut oder Schmerz- und Entzündungshemmern wie Naproxen und Diclofenac auf. 

Aber auch einigen anderen Medikamenten konnte dieser Effekt zugeschrieben werden. Vorsicht ist gefragt bei Diuretika wie Hydrochlorothiazid und einigen Herz-Kreislauf-Medikamenten, beispielsweise Amiodaron gegen Rhythmusstörungen, ACE-Hemmer sowie ATI-Antagonisten gegen Bluthochdruck. 

Außerdem sollte man bei Psychopharmaka achtsam sein, insbesondere bei Antidepressiva wie Amitriptylin und Antipsychotika wie Chlorpromazin. Ebenso können einige Krebsmedikamente und Diabetesmittel die Haut anfälliger für Sonnenschäden machen. Bei der äußeren Anwendung ist gerade bei den häufig eingesetzten Schmerzgelen Vorsicht geboten.

Der ideale Schutz mit dem Sonnen-ABC

Sind Betroffene aufgrund der oben genannten Mittel besonders Lichtempfindlich, heißt das jedoch noch lange nicht, dass Sonnenkontakt zum strikten Tabu wird. Die Kraft der Sonne ist nicht zu unterschätzen. Deshalb sollten ungeschützte Bäder in der Sonne grundsätzlich vermieden werden. Mit ausreichendem Schutz, steht dem aber auch für besonders lichtempfindliche Personen nichts im Weg. Für den idealen Schutz können Verbraucher sich hierbei an der ABC-Regel orientieren. 

Dabei steht A für Ausweichen. Das bedeutet zu lange Aufenthalte in der Sonne zu vermeiden, insbesondere in der Mittagshitze. Bedenken Sie, dass auch Wasser und Glasscheiben UV-durchlässig sind. B steht für Bedecken, ob mit Kleidung, Mütze oder Sonnenbrille. C steht für Cremen. Wichtig ist das Eincremen vor der Sonne und nicht erst in der Sonne. Am besten mit ausreichendem Lichtschutzfaktor und in ausreichender Menge. 

Außerdem sollte nach jedem Baden oder starkem Schwitzen erneut eingecremt werden. Werden diese Regeln befolgt, können auch Menschen mit besonders lichtempfindlicher Haut den Sommer unbedenklich genießen.


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