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Wechseljahre: 5 Mythen, die sich hartnäckig halten

25. Mai 2020

Mythos 1: Die Wechseljahre beginnen um die 50

Falsch. Tatsächlich beginnen die Wechseljahre Mitte 40, wenn die Eierstöcke allmählich weniger Geschlechtshormone produzieren, die Monatsblutungen unregelmäßiger werden und schließlich ganz ausbleiben. Im Durchschnitt sind die Frauen in Deutschland um die 51. Doch bei manchen Frauen setzt die Menopause – die Zeit in der über 12 Monate keine Regelblutung mehr auftritt – erst mit 55 ein. Also. Bei anderen Frauen kann dies bereits mit 45 der Fall sein, seltener sogar schon mit 40 oder gar 35 Jahren. Der Beginn der Wechseljahre ist also von Frau zu Frau verschieden.

Mythos 2: Depressionen sind ein Symptom der Wechseljahre

Nein. Psychische Probleme, so auch Depressionen, gehen eher auf veränderte Lebensumstände zurück: Die Kinder sind aus dem Haus, im Job drängen jüngere Kollegen nach, Eltern werden pflegebedürftig. Für manche Frauen kommt da einiges zusammen, was sie anfälliger für psychische Krisen macht. Mit dem Hormonumbau hat dies allerdings nichts zu tun.

Mythos 3: Die Wechseljahre ruinieren die Figur

Jein. Zwischen 40 und 60 Jahren nehmen Frauen durchschnittlich zehn Kilogramm zu. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass der Kalorienbedarf sinkt, die Essgewohnheiten aber die alten bleiben. Was stimmt: Der niedrige Östrogenspiegel steigert den Appetit, bremst aber die Bewegungslust. Zudem beeinflussen die Wechseljahre die Fettverteilung, wodurch zusätzliche Pfunde etwa am Bauch sichtbar werden und die Silhouette gedrungener wirkt.

Mythos 4: Ohne künstliche Hormone geht es nicht

So dachte man früher. Allein schon wegen des gefürchteten Knochenschwunds (Osteoporose). Mittlerweile ist diese Sichtweise sehr umstritten, da das Risiko für Infarkte, Schlaganfälle und Brustkrebs steigt. Besser ist es, auf natürliche Phyto-Östrogene zu setzen. Das sind pflanzliche Stoffe, wie sie in Sojabohnen, Rotklee, Leinsamen, Hopfen vorkommen. Sie dämpfen die anstrengenden Hitzewallungen, ohne den Körper hormonell zu überschwemmen.

Mythos 5: Keine Lust mehr auf Sex

Das stimmt nur teilweise. Zwar schwindet die Lust bis zu einem gewissen Grad. Doch ob eine Frau Lust auf Sex hat, hängt von vielen Faktoren ab. Etwa von der Tatsache, ob sie ihren Partner noch attraktiv findet. Auch ein bisher nicht vorhandener Speckring um die Taille kann die Lust dämpfen.

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