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Gelenkschmerzen im Herbst und Winter

01. Oktober 2021

Zu Beginn der kalten Jahreszeit im Herbst und Winter leiden viele Gelenkpatienten unter besonders starken Schmerzen. Häufig sind die stark belasteten Knie- und Hüftgelenke betroffen. Aber auch in den Fingergelenken und dem Handgelenk können Gelenkschmerzen entstehen.

Die Witterungseinflüsse greifen den Körper an bereits geschwächten Stellen an. Experten bestätigen einen Zusammenhang zwischen der Schmerzintensität und den abnehmenden Temperaturen, der hohen Luftfeuchtigkeit sowie einem sinkendem Luftdruck. Der meist plötzliche Wetterumschwung verschlimmert die Reibungsschmerzen in den Gelenken, die durch Erkrankungen wie Rheuma, Gicht oder Arthrose ausgelöst werden.

Was kann man gegen die Gelenkschmerzen tun?

Weiterhin ausreichend Bewegung
Betroffene neigen oft dazu, die Gelenke zu schonen und sich auszuruhen. Doch das ist genau der falsche Weg. Der durch den Herbst und Winter verstärkte Bewegungsmangel ist oft eine Ursache für eine Verschlimmerung der Schmerzen. 

Denn die Gelenkknorpel besitzen keine Blutgefäße und werden nur durch regelmäßige Bewegung mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Gelenke leben also von ausreichender Bewegung. Rheuma- und Arthrose-Patienten sollten sich deshalb ausreichend bewegen. Ein täglicher Spaziergang trägt bereits zur Besserung bei.

Dabei ist warme und wasserabweisende Kleidung wichtig. Wenn der Körper friert, verkrampfen sich die Muskeln und Gelenke, was wiederum zu mehr Schmerzen führen kann.

Sport für Rheuma- und Arthrose-Patienten
Gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen und Fahrrad fahren eignen sich ebenfalls zur Linderung von Gelenkschmerzen. Hierbei wird nicht nur die Muskulatur trainiert, sondern auch das Herz und der Kreislauf gestärkt. Beim Sport wird das Gelenk beweglicher und die Muskulatur langfristig lockerer. 

Wärme gegen die Gelenkschmerzen
Grundsätzlich schaffen Wärmeanwendungen bei Gelenkschmerzen Abhilfe. Besonders im Herbst und Winter tut die Wärme dem Körper gut. Ein Saunagang oder warmes Bad regen die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Ein Wärmepflaster, ein Kirschkern- oder Dinkelkissen oder auch eine Wärmflasche auf der betroffenen Stelle können zur Besserung beitragen. 

Infrarotlicht kann helfen, verspannte Muskelpartien zu lockern und Gelenkschmerzen zu lindern. Besonders bei chronischen Beschwerden wie Arthrose oder Rheuma helfen Wärmeanwendungen gut. Hierbei ist allerdings immer darauf zu achten, dass es nicht zu heiß für die Haut ist, da es sonst zu Verbrühungen oder Verbrennungen kommen kann.

Ausgewogene Ernährung

Patienten mit chronischen Gelenkentzündungen sollten sich zudem ausgewogen ernähren. Tierische Lebensmittel wie Wurst oder Fleisch enthalten viel Arachidonsäure, die Entzündungsprozesse im Körper fördert. Der Konsum dieser Lebensmittel sollte natürlich nicht nur im Herbst und Winter reduziert werden, sondern ganzjährig, damit eine Verbesserung zu spüren ist.

Bei anhaltenden Gelenkschmerzen im Herbst und Winter ist der Arzt zu Rate zu ziehen. Eine Schmerzmitteldosis in Absprache mit dem Arzt kann dann die erhoffte Linderung bringen.
 

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